Business Process Management

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Ein ERP-System ist schnell veraltet, wenn die Prozesse starr festgelegt sind bzw. die Anpassung an aktuelle Anforderungen des Unternehmens und des Marktes nur unter großem Aufwand möglich ist. Insofern stellt eine Optimierung des ERP-Systems eine dauerhafte Anforderung dar, denn die Gegebenheiten verändern sich ständig. Welche Voraussetzungen also muss ein ERP-System erfüllen, damit das Unternehmen rasch und flexibel auf ein verändertes Umfeld reagieren und seine Wettbewerbsfähigkeit sichern kann?

Viele Unternehmen unterlassen es leider, die Geschäftsprozesse fortlaufend zu verbessern und die IT-Prozesse anzupassen, um Systembrüche zu vermeiden und dadurch die Komplexität zu reduzieren. Die Ursachen für dieses Verhalten sind vielfältig: veränderte Organisationsstrukturen und Geschäftsprozesse, unvollständige ERP-Systeminstallation, fehlerhaftes Customizing, oder auch mangelhafte Datenpflege, Einsatz einer veralteten Version oder fehlende Mitarbeiterschulung. Damit eine durchgängige Prozessverbesserung möglich ist, muss die ERP-Software gewisse technologische Voraussetzungen erfüllen. "Durchgängigkeit" bedeutet dabei insbesondere einfacher Releasewechsel, einfache Individualisierung sowie hohe Integrationsfähigkeit des ERP-Systems.


Überblick über die zentralen Anforderungskriterien

  • Releasewechsel

    Die Entscheidung für eine anpassungsfähige und damit langlebige ERP-Lösung wirkt sich an zahlreichen Stellen auf den Unternehmenserfolg aus. Deshalb ist es wichtig, dass die Business Software releasefähig ist, d.h. neue Funktionen und Versionen des Softwareproduktes ohne Betriebseinschränkungen eingespielt werden können. Zeitgemäße ERP-Lösungen haben automatisierte Releaseprozeduren. Diese erkennen zum Beispiel ob auf der Konfigurationsebene individuelle Einstellungen vorgenommen wurden – und respektieren diese Veränderungen vollumfänglich. ERP-Lösungen können somit problemlos auf eine höhere Version umgestellt werden, weil die individuellen Anpassungen des Unternehmens erhalten bleiben. Die Releasefähigkeit bildet gleichzeitig die Basis für die weitere technologische Entwicklung der ERP-Lösung – ein wesentlicher Faktor in einer Welt, in der sich das Rad der Innovationen immer schneller dreht. Der Anwender bzw. das Unternehmen kann somit jederzeit Prozessverbesserungen vornehmen und behält individuelle Anpassungen bei einem Releasewechsel bei.




  • Bild 1: Greenax Prozess-Cockpit

    Detailansicht


  • Individualisierung

    Die ERP-Software sollte die Fähigkeit haben, auch zukünftige Bedürfnisse flexibel zu integrieren. Fortschrittliche ERP-Lösungen bieten die Möglichkeit, funktionale Komponenten auf einer logischen Ebene so in Verbindung zu bringen, dass die im Kern ablaufende Standardfunktionalität zu individuellen Prozessen zusammengefügt wird. Vorteil einer solchen modernen ERP-Architektur ist, dass die individuelle Anwendung vom Unternehmen frei gestaltet werden kann, wobei die darunterliegenden Funktionen komplett unter der Obhut des Software-Herstellers bleiben. Dieser trägt auch die Verantwortung, dass seine Komponenten releasefähig bleiben und das Unternehmen über lange Zeit von seiner individuellen System-Einstellung profitieren kann.



  • Integrationsfähigkeit

    Die Qualität eines ERP-Systems zeigt sich auch an der Integration auf allen Ebenen. Die ERPLösung sollte sich in die bestehende Systemlandschaft einfügen – nicht umgekehrt. So kann die Migration zum neuen ERP-System schrittweise erfolgen und/oder bestehende Systeme mit dem neuen ERP-System mittels Schnittstellen verbunden werden. Eine professionelle ERP-Lösung muß z.B. fähig sein, verschiedene Lieferanten- oder Kundensysteme zu integrieren und die Einbindung von Zulieferanten oder externen Produktionsstätten zu gewährleisten.



  • SOA – zukunftsweisendes Baukasten-Prinzip

    Die Bedeutung service-orientierter Architekturen (SOA) wächst. Die Anforderungen an die IT-Struktur haben sich in den letzten Jahren massiv verändert. Geschäftsmodelle und -prozesse reifen nicht mehr über lange Zeiträume, sondern verändern sich schneller als die Softwareentwicklung selbst. Hier kann sich der zunehmende Grad an Komplexität der IT-Infrastruktur als Hindenis auswirken und die Reaktionsmöglichkeiten auf neue Geschäftsbedingungen stark einschränken. Flexibilität heißt hier das Schlüsselwort, welches die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen sichert. Die Lösung innerhalb der Business Software besteht aus prozessorientierten Komponenten. Die Softwareumgebung muss nach dem Baukasten-Prinzip aus modular aufgebauten, austauschbaren und wieder verwendbaren Bausteinen errichtet werden. Eine service-orientierte Architektur bietet Unternehmen, welche erfolgreich am Marktgeschehen teilnehmen wollen, eine 100%ige Flexibilität gegenüber veränderten Marktbedingungen. Geschäftsprozesse können so schnell, kostengünstig und mit relativ geringem Aufwand angepasst werden.


    Handhabung der Unternehmensprozesse

    Einige führende IT-Hersteller haben das SOA-Konzept bereits erfolgreich in workflow-orientierte ERP-Systeme eingebunden, ein Beispiel ist die prozessorientierte Business Software Greenax. Diese hat ihre Stärken in der Abbildung und Steuerung von Prozessen der Unternehmensbereiche Finanzen, Materialwirtschaft, Fertigung und Kundenbetreuung.


    ERP-Innovationspreis 2007

    Zwei bedeutende ERP-Auszeichnungen durfte Bison anlässlich der Preisverleihung des "ERP-System des Jahres 2007" am Center for Enterprise Research der Universität Potsdam (D) am 29. November 2007 für die Business Software Greenax in Empfang nehmen. Als Siegerin in der Kategorie "Innovationspreis" für hervorragende Technologie und Interoperabilität sowie als Bestplatzierte in der Kategorie "Handel".

    12/2008, Peter Herzog





    Peter Herzog ist Wirtschaftsinformatiker und BBA. Als Leiter Produktmarketing bei Bison ist er massgeblich an der markt- und zukunftsorientierten Entwicklung der prozessorientierten Business Software Greenax beteiligt.

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