Datenmanagement und Geschäftsprozesse: Mit- oder nebeneinander?

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Die neue Trendstudie von Lünendonk und NetApp analysiert die Rolle des Datenmanagements für Business-Applikationen und Geschäftsprozesse.

Datenmanagement als Bindeglied zwischen Hardware und Business-Applikationen sind das Thema der jüngsten Trendstudie von Lünendonk und Network Appliance. Nur eine Frage der Technik oder doch Schlüsseltechnologie für effiziente Geschäftsprozesse?

Architektur und solides Datenmanagement gehen Hand in Hand

Der Trend ist eindeutig: Die Mehrheit der befragten IT-Entscheider sieht die Rolle des Datenmanagements als Voraussetzung für die Effizienz ihres Unternehmens und nicht losgelöst als rein technisches Thema. Es setzt sich die Erkenntnis durch, dass eine noch so gut strukturierte Applikationsarchitektur hinter ihren Möglichkeiten zurückbleibt, wenn das Datenmanagement nicht ebenso solide aufgebaut ist. Letztlich sorgt dieses Fundament dafür, dass relevante Geschäftsdaten ihren Nutzern jederzeit zur Verfügung stehen.

"Im Spannungsfeld der stärkeren IT-Ausrichtung auf Geschäftsprozesse, der Senkung der Betriebskosten und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit kommt dem Datenmanagement immer mehr die Bedeutung zu, die dieser Disziplin tatsächlich entspricht", erklärt Hartmut Lüerßen, Geschäftsführer der Lünendonk GmbH. "IT-Entscheider erkennen, dass modernes Datenmanagement Herausforderungen wie Datenwachstum, Compliance oder Datensicherheit< meistern und geschäftliche Ziele unterstützen hilft."

Herausforderungen des Datenmanagements

Unter den wichtigsten geschäftlichen Herausforderungen des Datenmanagements in den nächsten drei Jahren nimmt die Umsetzung gesetzlicher und regulatorischer Anforderungen durch die IT den Spitzenplatz ein, gefolgt von der Bewältigung des Datenwachstums bei strukturierten Daten, der besseren Unterstützung der Geschäftsprozesse, mehr Datensicherheit auf Storage-Ebene und der Bewältigung des Datenwachstums bei unstrukturierten und semistrukturierten Daten.

Bei Projekten im Storage- und Informationsmanagement sind Konsolidierung und Systemaustausch die Spitzenreiter.

Bis 2008 wollen 75 Prozent der Unternehmen mindestens drei Viertel ihres Datenbestands im Data Center verwalten.



Neben Einführung/Verbesserung von Storage Area Networks (SAN) geht es um die Verbesserung oder Umstellung von Datenmanagement und Backup-Prozessen, aber auch um die Optimierung der Archivierung.

Als wichtigste Technologien für effizientes Datenmanagement wurden in freier Assoziation mit 22 Prozent SANs genannt, mit 10 Prozent Virtuelle Tape Librarys und mit je 8 Prozent Datenmanagement und schnelle Datenleitungen.



Neue Anforderungen, etwa die Datensicherheit auf Storage-Ebene oder bei der Übermittlung innerhalb des Unternehmens, kommen hinzu. Technologien wie verschlüsseltes Speichern verhindern ein Auslesen der Daten, wie es etwa bei Bandkassetten passieren kann. Insgesamt wird die Brisanz des Themas Datensicherheit im Unternehmen erkannt. Laut Studie besteht jedoch dahingehend erheblicher Informationsbedarf, wie eine Gesamtlösung aussehen kann.

"Daten einfach nur zu speichern, ist keine Kunst. Die Königsdisziplin ist intelligentes Management. Business-Applikationen und ihr Datenfundament lassen sich nur so verzahnen und optimieren", sagt Manfred Reitner, Area Vice President Germany bei NetApp. "Der Trend zu einer deutlich applikations- und prozessorientierten Sichtweise auf das Datenmanagement ist sehr positiv. Konsolidierung, Automatisierung und lückenlose Prozesse vom Primärspeicher bis zum Archiv bieten Raum für Optimierung und setzen Mittel frei, die sich an anderer Stelle einsetzen lassen. In vielen Firmen entfallen 80 Prozent des IT-Budgets auf die Betriebskosten. Das lässt sich ändern."

Lünendonk befragte für die Trendstudie branchenübergreifend 60 Unternehmen verschiedener Größenordnungen: 18 Prozent der Unternehmen beschäftigen 200 bis 499 Mitarbeiter, 35 Prozent haben 500 bis 999 Mitarbeiter und 47 Prozent beschäftigen 1.000 und mehr Mitarbeiter. Die Interviewpartner waren vor allem CIOs und IT-Leiter (68 Prozent), Leiter Services (13 Prozent), Leiter Storage/Netzwerke (12 Prozent) sowie Geschäftsführung und Vorstand (5 Prozent).

08/2007, Frauke Stautner



Frauke Stautner ist Mitinhaberin der PR-Agentur stautner&stautner in Grünwald bei München. Die Diplom-Volkswirtin und Fachautorin befasst sich hauptsächlich mit den IT-Themen Datenmanagement, Enterprise Software und Prozessoptimierung.


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